Zukunftsperspektiven

Die Regionalen Fachkräftewerkstätten sind der offenste Andockpunkt.

Die Bundesregierung hat ihre Fachkräftestrategie am 12. März 2026 um zwei Handlungsschwerpunkte erweitert: Künstliche Intelligenz und Digitalisierung sowie die Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren. Mit den Regionalen Fachkräftewerkstätten entsteht dabei ein Format, das noch nicht besetzt ist.

BMAS, Pressemitteilung vom 12. März 2026. Redaktionell aufbereitet vom Deutschen Hilfsbund.

Auf einen Blick

2
neue Handlungsschwerpunkte ergänzen die fünf Handlungsfelder von 2022
5
bestehende Handlungsfelder: Ausbildung, Weiterbildung, Einwanderung, Arbeitskultur, Erwerbspersonenpotenziale
1
neues Dialogformat: die Regionalen Fachkräftewerkstätten

BMAS, Pressemitteilung zur Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie vom 12. März 2026.

Überblick

Was sich ändert

Die Fachkräftestrategie der Bundesregierung von 2022 ruhte auf fünf Handlungsfeldern: zeitgemäße Ausbildung, gezielte Weiterbildung, Fachkräfteeinwanderung, verbesserte Arbeitskultur und die Erschließung von Erwerbspersonenpotenzialen bei Frauen, Älteren und Menschen mit Behinderungen.

Hinzu kommen nun Künstliche Intelligenz und Digitalisierung als eigener Schwerpunkt sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren. Der zweite Punkt ist für verbandliche Strukturen der relevantere.

Als Dialogformat starteten am selben Tag die Regionalen Fachkräftewerkstätten mit einer Auftaktveranstaltung bei Rolls-Royce in Dahlewitz, Brandenburg. Zielzahlen, Zeitplan und Ressortverteilung nennt die Pressemitteilung nicht.

  • Zwei neue Schwerpunkte: KI und Digitalisierung sowie Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren.
  • Die fünf Handlungsfelder von 2022 bleiben bestehen.
  • Neues Dialogformat: Regionale Fachkräftewerkstätten, Auftakt am 12. März 2026.
  • Zielzahlen und Zeitplan sind bislang nicht veröffentlicht.
  • Die Nationale Weiterbildungsstrategie trägt Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und Bundesagentur gemeinsam.

Der Rahmen in Zahlen

5
Handlungsfelder seit 2022

Ausbildung, Weiterbildung, Fachkräfteeinwanderung, Arbeitskultur und Erwerbspersonenpotenziale.

BMAS, Fachkräftestrategie

11,90Mrd.
Euro aktive Arbeitsmarktpolitik

Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit 2025 gegenüber 10,30 Milliarden Euro im Vorjahr.

Bundesagentur für Arbeit, Geschäftsbericht 2025

4,23Mrd.
Euro Defizit

Defizit der Bundesagentur für Arbeit 2025 nach 0,61 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Konsolidierungsdruck steigt.

Bundesagentur für Arbeit, Geschäftsbericht 2025

58%
Weiterbildungsbeteiligung

Auf Jahressicht, nach 60 Prozent im Jahr 2020. Die Nationale Weiterbildungsstrategie nennt keine quantifizierte Zielquote.

Adult Education Survey 2022, Trendbericht

Einordnung des DEHIB

Warum der Verband hier ansetzt

Der zweite neue Schwerpunkt beschreibt genau die Funktion, die der Deutsche Hilfsbund ausfüllt: Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren. Die Regionalen Fachkräftewerkstätten sind dabei das offenste Format, weil sie neu, regional angelegt und noch nicht von etablierten Akteuren besetzt sind.

Der Deutsche Hilfsbund bringt drei Dinge ein, die dort fehlen: eine Mitgliederbasis aus gemeinnützigen Organisationen mit direktem Zugang zu Menschen außerhalb der Regelsysteme, ein Netzwerk geprüfter Unternehmen mit Gütesiegel und ein Vermittlungsverfahren, das Qualifizierung und Arbeitsplatz zusammenführt.

Was wir nicht einbringen, sagen wir ebenso deutlich: Wir gründen keine eigenen Bildungsträger und treten nicht in Wettbewerb zu Kammern, Trägern oder unseren eigenen Zielgruppen.

Primärquellen dieses Beitrags

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