36 Prozent der Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen. Bei der Frage, welche Qualifikation fehlt, liegt die duale Ausbildung mit 57 Prozent vorn. Direkt dahinter folgen mit 39 Prozent Menschen mit einem Weiterbildungsabschluss, vor Hochschulabsolventen mit 28 Prozent.
36%
der Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen, sieben Punkte weniger als im Vorjahr
39%
der Betriebe mit Besetzungsproblemen suchen Weiterbildungsabsolventen
83%
erwarten negative Folgen, vor allem steigende Arbeitskosten und Mehrbelastung
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 auf Basis der DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2025, knapp 22.000 antwortende Unternehmen.
Was die Unternehmen berichten
36 Prozent der befragten Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen, sieben Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen ohne aktuellen Personalbedarf auf 48 Prozent. Beide Bewegungen sind konjunkturell geprägt.
Nach Branchen zeigt sich ein deutliches Gefälle: In der Bauwirtschaft können 49 Prozent Stellen nicht besetzen, in Industrie und Dienstleistungen jeweils 36 Prozent, im Handel 32 Prozent.
Die Folgen benennen die Unternehmen konkret: 63 Prozent erwarten steigende Arbeitskosten, 55 Prozent eine Mehrbelastung der Belegschaft und 36 Prozent Einschränkungen im eigenen Angebot.
Das Wichtigste in Kürze
- 36 Prozent der Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen, in der Bauwirtschaft 49 Prozent.
- 57 Prozent suchen dual Ausgebildete, 39 Prozent Weiterbildungsabsolventen, 28 Prozent Hochschulabsolventen.
- 32 Prozent suchen ausdrücklich auch Menschen ohne formalen Berufsabschluss.
- 83 Prozent der Unternehmen erwarten negative Folgen des Fachkräftemangels.
- Die Zahlen beruhen auf knapp 22.000 Unternehmensantworten und sind damit breit abgesichert.
Was gesucht wird
57%
duale Ausbildung
Häufigste gesuchte Qualifikation unter den Unternehmen mit Besetzungsproblemen.
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026
39%
Weiterbildungsabsolventen
Zweithäufigste gesuchte Qualifikation, deutlich vor Hochschulabsolventen.
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026
32%
ohne Berufsabschluss
Fast ein Drittel der Betriebe sucht auch Menschen ohne formalen Abschluss. Das ist der Einstiegspunkt für Qualifizierung im Betrieb.
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026
49%
Bauwirtschaft
Höchster Branchenwert bei den Besetzungsproblemen, vor Industrie und Dienstleistungen mit je 36 Prozent.
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026
Die 39 Prozent sind der Ansatzpunkt
Von allen Zahlen dieses Reports ist eine für die Arbeit des Deutschen Hilfsbundes entscheidend: 39 Prozent der Betriebe mit Besetzungsproblemen suchen ausdrücklich Menschen mit einem Weiterbildungsabschluss. Dieses Profil entsteht nicht in der Erstausbildung, sondern genau dort, wo wir ansetzen.
Hinzu kommen 32 Prozent, die auch Menschen ohne formalen Berufsabschluss einstellen würden. Zusammengenommen beschreiben beide Zahlen einen Markt, der für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit begleiteter Qualifizierung offen ist, sofern jemand die Brücke baut.
Genau das ist unsere Aufgabe: Wir vermitteln Menschen an Unternehmen, die unser Audit bestanden haben und das DEHIB-Gütesiegel tragen. Damit ist für beide Seiten geprüft, worauf sie sich einlassen.
Quellen
- DIHK: Fachkräftereport 2025/2026, Erhebung Herbst 2025
- DIHK: Meldung zum Fachkräftereport 2025/2026, 2026
Befragung im Rahmen der DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2025, knapp 22.000 antwortende Unternehmen. Redaktionell aufbereitet vom Deutschen Hilfsbund.
Als Unternehmen Anschluss finden
Wenn Sie Stellen nicht besetzen können und bereit sind, Qualifizierung im Betrieb mitzutragen, sprechen wir mit Ihnen über Mitgliedschaft und Audit.






